Hinweise für Waldbesucher
Kalkung 2026
Im Jahr 2026 stehen für die forstliche Bodenschutzkalkung insgesamt ca. 6.900 Hektar in 6 sächsischen Forstbezirken und der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz (NLPuFoV) an.
| Forstbezirk | Kalkungsfläche in ha |
|---|---|
| Adorf | 500 |
| Bärenfels | 1.420 |
| Eibenstock | 810 |
| Marienberg | 870 |
| Neudorf | 820 |
| Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz | 1.010 |
| Plauen | 1.470 |
| Gesamt | 6.900 |
Gekalkt wird Anfang Juli bis Ende Oktober.
Waldbesucher in den betroffenen Regionen werden gebeten, Hinweise in der lokalen Presse und in den örtlichen Aushängen zu beachten, weil während der Kalkung das Betreten des Waldes untersagt ist.
Bei Fragen können Sie sich auch an die Kalkungsverantwortlichen in den Forstbezirken wenden (siehe Ansprechpartner).
Ablauf der Kalkung
Jährlich werden 5.000 bis 10.000 Hektar Wald in den Mittelgebirgsregionen Sachsens vom Vogtland bis zum Lausitzer Bergland gekalkt. Die seitens des Staatsbetriebes Sachsenforst beauftragten Firmen bringen 3 Tonnen kohlensauren Magnesiumkalk je Hektar Wald mittels Hubschrauber oder Kleinflugzeug aus.
Über die örtlichen Medien, Aushänge und Beschilderungen direkt an den Hauptzugängen zu den betroffenen Waldgebieten informiert der Staatsbetrieb Sachsenforst über laufende Kalkungsarbeiten. Die Waldgebiete werden für den Zeitraum der Arbeiten vorübergehend gesperrt. Die Sperrung erfolgt aus Sicherheitsaspekten zum Schutz der Waldbesucher. Es besteht während der Kalkungsarbeiten die Gefahr, vom aviotechnisch ausgebrachten Kalk getroffen bzw. verschmutzt zu werden.
Die Bodenschutzkalkung wird jährlich zwischen 1. Juli und 31. Oktober durchgeführt.
Bei passendem Wetter fällt am 6.Juli 2026 der Startschuss für die diesjährige Kalkung der Wälder im Forstbezirk Bärenfels. Voraussichtlich wird sie bis Mitte August abgeschlossen sein.
Gekalkt werden 1.035 Hektar Waldflächen im Besitz des Landes sowie 385 Hektar Wald unterschiedlicher privater und kommunaler Eigentümer. Auf dem Waldboden landet dabei natürliches Gesteinsmehl, jeweils 3 Tonnen je Hektar.
Ziel der Maßnahme ist die Neutralisierung der durch historische Industrieabgase versauerten Böden und die Annährung an natürliche pH-Werte. Im Wurzelraum ist die Umweltbelastung bis heute messbar. Das saure Milieu behindert die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen und begünstigt die Freisetzung giftiger Schwermetalle. Die schlechtere Nährstoffverfügbarkeit setzt die Pflanzen unter Stress und bedeutet für den Waldumbau ein Risiko, denn die Mischwälder der Zukunft sollen auf möglichst stabilen und wohlgenährten Füßen stehen.
Insgesamt verstreuen die Hubschrauber 4.260 Tonnen dolomitischen Kalk.
Begonnen wird östlich von Niederschöna im Tharandter Wald, in dessen gesamter westliche Hälfte ausgesuchte Waldflächen gekalkt werden.
Außerdem werden folgende Waldgebiete in die Waldkalkung (Gemeinde, Waldgebiet) einbezogen:
- Klingenberg: Röthenbacher Wald nördl. Beerwalder Straße und Steinberg;
- Glashütte/Kreischa: Hirschbacher Heide, Grimmsche Heide, Hausdorfer Hänge und Wilischgebiet, zwei kleine Flächen nördlich der Ortslage Luchau.
Bestimmte Schutzgebiete und Biotope sind grundsätzlich von der Kalkung ausgenommen. Für die Waldbesitzenden ist die Kalkung ihrer Waldgebiete kostenlos. Die Maßnahme wird kofinanziert durch den GAP-Strategieplan der Europäischen Union.
Die Waldflächen werden aus Sicherheitsgründen für die Zeit der Befliegung abschnittsweise komplett gesperrt. Waldbesuchende werden zu ihrer eigenen Sicherheit dringend gebeten, diese Sperrungen zu beachten. Am Wochenende findet kein Kalkungsbetrieb statt. Samstags und sonntags dürfen auch für die Kalkung abgesperrte Waldbereiche betreten werden.
Waldfrüchte wie Himbeeren, Heidelbeeren oder Pilze können direkt nach dem Abschluss der Kalkungsarbeiten bedenkenlos verzehrt werden. Sie sollten lediglich vorab gründlich gewaschen werden.
Weitergehende Informationen erhalten Sie im Forstbezirk Bärenfels unter der Rufnummer 035052 613 211.
Die Bodenschutzkalkung 2026 im Forstbezirk Neudorf startet in diesem Jahr in der zweiten Juliwoche und wird bei günstigen Witterungsbedingungen voraussichtlich bis zum 7. August 2026 abgeschlossen sein.
In einem Gebiet mit etwa 2.600 ha Waldfläche soll eine effektive Kalkungsfläche von rund 817 ha bearbeitet werden. Davon sind 20% im Privat- und Körperschaftswald und 80% im Landeswald.
Auf dem Waldboden landet dabei natürliches Gesteinsmehl, jeweils 3 Tonnen je Hektar., also 300 Gramm pro Quadratmeter.
Ziel der Maßnahme ist die Neutralisierung der durch historische Industrieabgase versauerten Böden und die Annährung an natürliche pH-Werte. Im Wurzelraum ist die Umweltbelastung bis heute messbar. Das saure Milieu behindert die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen und begünstigt die Freisetzung giftiger Schwermetalle. Die schlechtere Nährstoffverfügbarkeit setzt die Pflanzen unter Stress und bedeutet für den Waldumbau ein Risiko, denn die Mischwälder der Zukunft sollen auf möglichst stabilen und wohlgenährten Füßen stehen.
Gekalkt werden die auf unten aufrufbarer Karte dargestellten gelben und blauen Bereiche. Also hauptsächlich der Bereich »Braunelle« bis etwa Betlehem Stift, und der gegenüberliegende Höhenzug von ca. der Richterstraße (Sehma) bis etwa Toskabank / Niederschläger Bahnhof.
Beginnen wird die Kalkung im Bereich Betlehem Stift (Pförtelstraße / Kuhbrückenweg).
Während der Arbeiten werden die jeweiligen Waldgebiete gemäß §13 Abs.3 Sächs WaldG vorübergehend gesperrt, um eine Gefährdung von Waldbesuchern zu vermeiden. Insbesondere können beim Beladen vom Weg mit aufgenommene Steine aus dieser Höhe zu Verletzungen führen.
Vom eingesetzten Kalk selbst geht keine Beeinträchtigung aus (abgesehen von einer Verunreinigung). Sollte also jemand versehentlich eine Absperrung übersehen haben, oder später beim Pilze- oder Beerensammeln mit Kalk in Berührung kommen, besteht kein Grund zur Sorge. Man kann den Kalk einfach abspülen. Selbst beim Verzehr ist bis auf das Knirschen zwischen den Zähnen nichts zu befürchten.
Der Forstbezirk ist bemüht, die Beeinträchtigungen der Waldbesucher möglichst gering und den zu sperrenden Bereich so klein wie nötig zu halten.
Mit Fragen oder Hinweisen kann man sich beim Forstbezirk Neudorf an Herrn Prüfer unter der Telefonnummer. 03774 8989824 wenden.
Erholungsnutzung in gekalkten Wäldern
Unmittelbar nach Beendigung der Kalkungsarbeiten werden die gesperrten Wälder wieder für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Walken oder Radfahren freigegeben.
Das Sammeln von Pilzen oder Beeren ist dann in den gekalkten Wäldern nach den Bestimmungen des Waldgesetzes für den Freistaat Sachsen (SächsWaldG) wieder möglich. Durch die Verwendung von Naturkalken (MgCO3+CaCO3) besteht keinerlei Gesundheitsgefahr.
Beeren oder Pilze, die durch eine Kalkauflagerung bedeckt sind, sollten vor dem Verzehr mit Wasser gereinigt werden.