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Zertifizierung

Forstliche Zertifizierung

Die Idee der forstlichen Zertifizierung entstand ursprünglich aus der Diskussion um einen Tropenholzboykott. Forstliche Zertifizierungssysteme lösten als Instrumente der Förderung und Sicherung einer nachhaltigen Waldwirtschaft die Diskussionen um einen Tropenholzboykott ab. Nachhaltige Waldbewirtschaftung orientiert sich heute an den 1993 in Helsinki auf der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa beschlossenen Kriterien.

Foto: Stapel mit gefällten Baumstämmen im Wald
Foto: Holzbewirtschaftung in Sachsens Wäldern

Die verschiedenen Zertifizierungen garantieren dem Verbraucher durch ihre entsprechenden Logos eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, unter der Berücksichtigung ökologischer, ökonomische und sozialer Standards.

Mit zunehmendem Umweltbewusstsein der Verbraucher wird die Bedeutung der Zertifizierung für den Holzabsatz künftig weiter steigen.

Zertifizierungssysteme

Zum Nachweis solcher Standards werden in Deutschland vorwiegend folgende (kostenpflichtige) Zertifizierungssysteme eingesetzt:

  • FSC (Forest Stewardship Council)  und
  • PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certifications Schemes)

Die zertifizierte Waldfläche in Sachsen beträgt gut 54%, weit überwiegend PEFC (nur Städte Chemnitz und Leipzig FSC).

Bild einer Kontrolle zur Einhaltung der Zertifizierungskriterien
Kontrolle zur Einhaltung der Zertifizierungskriterien

Zertifizierung sächsischer Wälder

In Sachsen überprüft eine unabhängige Zertifizierungsstelle im Rahmen einer jährlichen Kontrollstichprobe Waldflächen aller Eigentumsarten. Insgesamt werden etwa zehn Prozent aller Forstbetriebe, die durch Unterzeichnung einer Selbstverpflichtungserklärung ihre Teilnahme an dem Zertifizierungssystem PEFC erklärt haben, geprüft.

Verstöße gegen die Einhaltung der PEFC-Standards werden geahndet; sie können bis zum Entzug des Zertifikates führen.

Im Jahr 2011 hat wiederum eine Rezertifizierung stattgefunden. Am 26.08 2011 erfolgte die Entgegennahme der Urkunde durch Herrn Staatsminister Kupfer.

Das Zertifikat ist fünf Jahre gültig und bescheinigt dem Freistaat Sachsen geeignete Rahmenbedingungen für eine ökologische, ökonomische und sozial nachhaltige Waldbewirtschaftung geschaffen zu haben. Damit besteht für jeden sächsischen Waldbesitzer weiterhin die Möglichkeit, sich mit seiner Waldfläche an dem Prozess der freiwilligen PEFC-Zertifizierung zu beteiligen.

Richtlinien der Zertifizierung

Im Rahmen der Zertifizierung garantiert der Landeswald unter anderem die Einhaltung folgende Standards:

  • Erhalt forstlicher Ressourcen und damit vielfältiger Waldfunktionen (Bewirtschaftungspläne)
  • Erhaltung von Gesundheit und Vitalität des Waldes 
  • pflegliche Waldwirtschaft mit weitestgehendem Verzicht auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, boden- und bestandsschonende Holzernte, Sicherung der Produktionsfunktion der Wälder
  • Erhalt der biologischen Vielfalt (Biotopschutz, Totholz, angepasste Wildbestände)
  • Erhalt der Schutzfunktion (Bodenschutz, Gewässerschutz…) 
    --> Im Rahmen der Selbstverpflichtung
  • Kontrollen zur Einhaltung der Zertifizierungskriterien

Dokumentation umweltgerechter Waldbewirtschaftung

Zur Dokumentation einer umweltgerechten Waldbewirtschaftung können Waldbesitzer auch die Mitgliedschaft in der Sächsischen Umweltallianz beantragen. Die Umweltallianz wurde 1999 als freiwillige Vereinbarung zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft und 14 Verbänden der sächsischen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft unterzeichnet. Sie steht für einen partnerschaftlichen Dialog im Sinne einer weiteren Entlastung der Umwelt.

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