1000 Moore - Moor am Roten Fluss
Maßnahmen für die Wiedervernässung und Renaturierung von Moorflächen im Moor am Roten Fluss
Projektlaufzeit: 01.09.2025 - 31.12.2026
Gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
Logbuch
Alle Bauarbeiten sind beendet; Zeit für die gemeinsame Bauabnahme mit dem ausführenden Forstunternehmen B+ forstconcept. Während der Bauphase konnten wir uns schon von der hohen Qualität der Bauausführung überzeugen (ökologische Baubegleitung und Exkursionen). Schon jetzt lässt sich beobachten, dass große Bereiche entstanden sind in denen das Wasser breit auf oder nahe der Oberfläche entlangrieselt. Ideal für die künftige Moorentwicklung, schlecht wenn man denkt, beim Abschlussbegang trockene Schuh zu behalten.
Bei der Bauabnahme werden lediglich kleinere Abweichungen gegenüber der Planung dokumentiert, z.B. wenn vor Ort entschieden wurde, statt einer Torfplombe doch besser ein stabiles Stauwehr in Holzbohlen-Bauweise zu errichten. Besonders interessant war die Umsetzung der geplanten fünf Stahlspundwände. Diese waren in einem besonders tiefen Graben vorgesehen, um die Torferosion durch Ausspülung bei Starkregenereignissen und Hochwasser zu minimieren. Auch diese Bauwerke überzeugen. Das Abnahmeprotokoll kann ohne Feststellung von Mängeln unterzeichnet werden. Lediglich ein paar nicht im Leistungsverzeichnis enthaltende Restarbeiten werden vereinbart. Ein erfolgreicher Projektabschluss.
Pressemitteilung und Pressetermine im Moor am Roten Fluss stoßen auf reges Interesse und sorgen für sachsen- und bundesweite Information über die Aktivitäten von Sachsenforst im Rahmen des Förderprogramms 1.000 Moore des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).
- Sachsenforst stellt Wiedervernässung des Moors am Roten Fluss vor | Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG)
- Bauarbeiten laufen: »Moor am Roten Fluss« im Vogtland wird wiederbelebt | TAG24
- Neues, altes Moor: So wird ein Wald im Vogtland wieder zum Feuchtgebiet | mdr.de
- MDR SACHSENSPIEGEL - Moore im Vogtland: Rückbau für den Klimaschutz - hier anschauen
Die Bauarbeiten haben begonnen! »Endlich« denken alle, die das Projekt bis hierher begleitet haben. »Begleitung«, das heißt heißt seit 2020 Vorauswahl und Abstimmung für die Projektkulisse noch vor Beginn des Projektes MooReSax, 2021-2025 während der Laufzeit von MooReSax Erschließung und erste Baumentnahmen; Planung, Genehmigungsverfahren und Aufbau der Monitoringstation für die Überwachung der Gewässergüte, Genehmigungsplanung und -verfahren für die Revitalisierungsmaßnahmen, Überarbeitung der Planung für den Fördermittelantrag im 1000-Moore-Programm und schließlich der erfolgreiche Fördermittelantrag selbst und das Vergabeverfahren für die Bauleistung.
Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums der Gründung des Staatsbetriebes Sachsenforst fand am 20. Mai auch eine Exkursion ins Moor am Roten Fluss statt.
Der letzte Schnee ist getaut, Zeit für die Anlaufberatung zu den geplanten Baumaßnahmen im Moor. Im Mai soll es losgehen: Errichtung zahlreicher Staukaskaden verschiedenster Bauart, Verfüllung ganzer Grabenabschnitte mit mehreren Hundert Kubikmetern Sägemehl-Hackschnitzel-Gemisch, lückenlose Überwachung der Wasserqualität …
Geplant sind 6 bis 10 Wochen Bauzeit. Wir sind sehr gespannt, wie die Fläche einmal aussehen wird. Schon jetzt sprechen manche Kollegen vom »Klein-Skandinavien« im Revier Grünheide :-).
Der Winter hat im Moor am Roten Fluss Einzug gehalten.
Mittlerweile wurde über ein Ausschreibungsverfahren der Bauleistung mit B+Forstconcept ein Dienstleister aus der Region gefunden, der über reichhaltige Erfahrungen und Spezialtechnik für die Baumaßnahmen im Moor verfügt. Im Winterhalbjahr zu bauen birgt ein hohes Risiko, dass die Arbeiten durch ungünstige Witterung unterbrochen werden müssen. Auch sollen die in dieser Jahreszeit extrem nassen, durchweichten Torfböden aus Gründen des Boden- und Gewässerschutzes geschont werden. Deshalb wurde beschlossen, dass in 2025 nur noch erste Materiallieferungen erfolgen und vorbereitende Baumaßnahmen auf den Zuwegungen durchgeführt werden. Die Baumaßnahmen im Moor selbst werden im April 2026 beginnen.
Der Staatsbetrieb erhält den Zuwendungsbescheid für das Vorhaben »Maßnahmen für die Wiedervernässung und Renaturierung von Moorflächen im Moor am Roten Fluss«.
Damit kann die Umsetzung der bereits in MooReSax geplanten und von den Umweltbehörden genehmigten Wiedervernässungsmaßnahmen im Moor am Roten Fluss beginnen. Dadurch wird das zehn Hektar große Moor am Roten Fluss im Vogtlandkreis wieder in einen naturnäheren Zustand versetzt. Kennzeichnend für dieses Gebiet sind ein leichtes Gefälle und ein feinmaschiges Netz aus Entwässerungsgräben mit einer Gesamtlänge von knapp fünf Kilometern. Insgesamt 100 Staubauwerke aus Torf, Holz, Lehm und teilweise auch Stahl werden künftig für den Wasserrückhalt sorgen. Zusätzlich werden die Gräben auf einer Strecke von rund einem Kilometer mit einem Sägemehl-Hackschnitzel-Gemisch gefüllt.
Das Moor liegt im Einzugsgebiet der Trinkwasser-Talsperre Eibenstock. Deshalb wird die Wasserqualität (Trübung und Gehalt von Huminstoffen bzw. gelöster organischer Kohlenstoffe) bereits seit 2023 engmaschig überwacht. Dadurch kann festgestellt werden, ob und wie stark sich die Baumaßnahmen auf die Wasserqualität auswirken und wie lange diese Effekte andauern.
Die Baumaßnahmen werden mit bis zu 240.000 € aus Mitteln des Aktionsprogrammes natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.









