1000 Moore - Moor am Roten Fluss
Maßnahmen für die Wiedervernässung und Renaturierung von Moorflächen im Moor am Roten Fluss
Projektlaufzeit: 01.09.2025 - 31.12.2026
Gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
Logbuch
Der Winter hat im Moor am Roten Fluss Einzug gehalten.
Mittlerweile wurde über ein Ausschreibungsverfahren der Bauleistung mit B+Forstconcept ein Dienstleister aus der Region gefunden, der über reichhaltige Erfahrungen und Spezialtechnik für die Baumaßnahmen im Moor verfügt. Im Winterhalbjahr zu bauen birgt ein hohes Risiko, dass die Arbeiten durch ungünstige Witterung unterbrochen werden müssen. Auch sollen die in dieser Jahreszeit extrem nassen, durchweichten Torfböden aus Gründen des Boden- und Gewässerschutzes geschont werden. Deshalb wurde beschlossen, dass in 2025 nur noch erste Materiallieferungen erfolgen und vorbereitende Baumaßnahmen auf den Zuwegungen durchgeführt werden. Die Baumaßnahmen im Moor selbst werden im April 2026 beginnen.
Der Staatsbetrieb erhält den Zuwendungsbescheid für das Vorhaben »Maßnahmen für die Wiedervernässung und Renaturierung von Moorflächen im Moor am Roten Fluss«.
Damit kann die Umsetzung der bereits in MooReSax geplanten und von den Umweltbehörden genehmigten Wiedervernässungsmaßnahmen im Moor am Roten Fluss beginnen. Dadurch wird das zehn Hektar große Moor am Roten Fluss im Vogtlandkreis wieder in einen naturnäheren Zustand versetzt. Kennzeichnend für dieses Gebiet sind ein leichtes Gefälle und ein feinmaschiges Netz aus Entwässerungsgräben mit einer Gesamtlänge von knapp fünf Kilometern. Insgesamt 100 Staubauwerke aus Torf, Holz, Lehm und teilweise auch Stahl werden künftig für den Wasserrückhalt sorgen. Zusätzlich werden die Gräben auf einer Strecke von rund einem Kilometer mit einem Sägemehl-Hackschnitzel-Gemisch gefüllt.
Das Moor liegt im Einzugsgebiet der Trinkwasser-Talsperre Eibenstock. Deshalb wird die Wasserqualität (Trübung und Gehalt von Huminstoffen bzw. gelöster organischer Kohlenstoffe) bereits seit 2023 engmaschig überwacht. Dadurch kann festgestellt werden, ob und wie stark sich die Baumaßnahmen auf die Wasserqualität auswirken und wie lange diese Effekte andauern.
Die Baumaßnahmen werden mit bis zu 240.000 € aus Mitteln des Aktionsprogrammes natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.