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1000 Moore - Moor am Roten Fluss

Maßnahmen für die Wiedervernässung und Renaturierung von Moorflächen im Moor am Roten Fluss

Projektlaufzeit: 01.09.2025 - 31.12.2026

Gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

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Logbuch

Der Winter hat im Moor am Roten Fluss Einzug gehalten.

Blick auf die Messstation auf der verschneiten Fläche.
Die Messstation zur Überwachung der Wasserqualität ist von Schnee und Eis bedeckt.  © Foto: S. Kühn
Ein kleiner Bachlauf auf der verschneiten Fläche
Trotz der eisigen Temperaturen fließt Wasser und es können Wasserproben entnommen werden, die im Labor des Kompetenzzentrums Wald und Forstwirtschaft in Graupa/Pirna auf den Gehalt von gelösten, organischen Kohlenstoffen (Huminstoffen) analysiert werden.  © Foto: S. Kühn
Blick auf die verschneite Moorfläche, wo Sensoren aus dem Eis ragen.
Unter dem Eis messen robuste Sensoren permanent Parameter für die Wasserqualität. Die Daten werden per Fernübertragung ins warme Büro des Kompetenzzentrums Wald und Forstwirtschaft übertragen.  © Foto: S. Kühn

Mittlerweile wurde über ein Ausschreibungsverfahren der Bauleistung mit B+Forstconcept ein Dienstleister aus der Region gefunden, der über reichhaltige Erfahrungen und Spezialtechnik für die Baumaßnahmen im Moor verfügt. Im Winterhalbjahr zu bauen birgt ein hohes Risiko, dass die Arbeiten durch ungünstige Witterung unterbrochen werden müssen. Auch sollen die in dieser Jahreszeit extrem nassen, durchweichten Torfböden aus Gründen des Boden- und Gewässerschutzes geschont werden. Deshalb wurde beschlossen, dass in 2025 nur noch erste Materiallieferungen erfolgen und vorbereitende Baumaßnahmen auf den Zuwegungen durchgeführt werden. Die Baumaßnahmen im Moor selbst werden im April 2026 beginnen.

Blick auf die Moorfläche mit einigen restlichen Fichten.
Bereits im November 2024 wurde der dichte, einstmals aufgeforstete Fichtenbestand entfernt. Damit wurde das hohe Risiko von massiven Windwürfen und Borkenkäferbefall auf der Moorfläche beseitigt. Durch das fehlende Kronendach sammelt sich jetzt schon mehr Wasser auf dem Boden als früher. Nun muss »nur« noch dafür gesorgt werden, dass die Entwässerungsgräben verschlossen werden und das Wasser im Moor bleibt.  © Foto: R. Petzold
Auf einem Weg liegen mehrere Haufen Sägemehl
Das erste Baumaterial wird bereits angeliefert. Mehrere Hundert Kubikmeter Sägemehl (hier im Bilde) vom Holzhof Neu-Amerika aus Schlettau werden später mit frisch hergestellten Hackschnitzel aus dem Forstbezirk Eibenstock vermischt. Dieses Gemisch dient zur Abdeckung der Holzstaue und die Teilverfüllung von Gräben. Der durchweichte »Torfersatz« ist später eine gute Grundlage für das Wachstum von Moorvegetation.  © Foto: R. Petzold

Der Staatsbetrieb erhält den Zuwendungsbescheid für das Vorhaben »Maßnahmen für die Wiedervernässung und Renaturierung von Moorflächen im Moor am Roten Fluss«.

Damit kann die Umsetzung der bereits in MooReSax geplanten und von den Umweltbehörden genehmigten Wiedervernässungsmaßnahmen im Moor am Roten Fluss beginnen. Dadurch wird das zehn Hektar große Moor am Roten Fluss im Vogtlandkreis wieder in einen naturnäheren Zustand versetzt. Kennzeichnend für dieses Gebiet sind ein leichtes Gefälle und ein feinmaschiges Netz aus Entwässerungsgräben mit einer Gesamtlänge von knapp fünf Kilometern. Insgesamt 100 Staubauwerke aus Torf, Holz, Lehm und teilweise auch Stahl werden künftig für den Wasserrückhalt sorgen. Zusätzlich werden die Gräben auf einer Strecke von rund einem Kilometer mit einem Sägemehl-Hackschnitzel-Gemisch gefüllt.

Das Moor liegt im Einzugsgebiet der Trinkwasser-Talsperre Eibenstock. Deshalb wird die Wasserqualität (Trübung und Gehalt von Huminstoffen bzw. gelöster organischer Kohlenstoffe) bereits seit 2023 engmaschig überwacht. Dadurch kann festgestellt werden, ob und wie stark sich die Baumaßnahmen auf die Wasserqualität auswirken und wie lange diese Effekte andauern.

Die Baumaßnahmen werden mit bis zu 240.000 € aus Mitteln des Aktionsprogrammes natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.

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