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Revier Trünzig

Forstbezirk Plauen

Blick auf einen Waldsee
Naturnahe gewässerbegleitende Waldgesellschaften am Ochsenteich.  © Foto: Uwe Hempel

Kontakt

Revierleiter: Uwe Hempel

Besucheradresse:
Forststraße 1
08428 Langenbernsdorf

Telefon: 03761 3801

Mobil: 0174 3379-603

E-Mail: Uwe.Hempel@smekul.sachsen.de

Zitat

Seit vielen Jahren versuche ich die Begeisterung für Naturschutzbelange als Ausbildungsrevierleiter an die nächste Förstergeneration weiterzugeben.

Porträt des Revierleiters

Uwe Hempel, Revierleiter

Das Forstrevier Trünzig umfasst eine Fläche von ca. 1.400 Hektar und ist eines von insgesamt sechs Staatswaldrevieren im Forstbezirk Plauen. Es liegt in einem großen, zusammenhängenden Waldgebiet in Westsachsen, dem Werdauer Wald, unmittelbar an der thüringischen Grenze in einem Höhenbereich von 350 bis 400 m ü NN. Auf Grund der Insellage des Werdauer-Greizer-Waldes und der guten Erschließung wird das Waldgebiet von Erholungssuchenden ganzjährig stark frequentiert.

Naturräumlich gehört der Werdauer Wald zum Vogtland. Eine standörtliche Besonderheit stellt der mit ca. 50 % sehr hohe Anteil wechselfeuchter Standorte dar. Auf diesen Flächen ist die Fichte nicht standortsgemäß und sehr instabil. Infolgedessen ist der Werdauer Wald und damit das Revier Trünzig ein Schwerpunkt des Waldumbaus. Erfolge sind bereits auf großer Fläche sichtbar, so wachsen bereits Baumarten im Unterstand bzw. in mehrschichtigen Beständen heran. Diese Entwicklung geht einher mit einer seit Jahren sehr konsequent am ökologischen Waldumbau orientierten Jagdausübung. Der Anteil sich natürlich verjüngender Bäume hat sich dadurch stetig erhöht.

Das Revier Trünzig befindet sich nahezu vollständig im Landschaftsschutzgebiet (LSG) Werdauer Wald. Im Zentrum des Reviers befindet sich mit den “Bildhölzern“ ein 125 Hektar großes Flora- und Fauna Gebiet (FFH). Dieser über 200 Jahre alte, höhlenreiche Altbuchenbestand ist mit vielen seltenen Arten ein Schwerpunkt des Naturschutzes im Forstrevier. Zur Dokumentation der Artenausstattung wird zudem seit Jahren ein Haselmaus-, Fledermaus- und Wildkatzen-Monitoring durchgeführt. 2020 konnte das Wildkatzenvorkommen im Revier bestätigt werden.

Kennzeichnend für das Revier sind ferner zahlreiche angelegte Feuchtbiotope und Stillgewässer.

Erste Maßnahmen des regionalen Naturschutzkonzeptes wurden mit der Ausweisung von Biotopbaumgruppen sowie Waldrandgestaltung bereits umgesetzt.

Es besteht eine gute Zusammenarbeit mit den Vertretern des behördlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes.

Übersichtskarte des Revieres
Übersichtskarte des Revieres 
Baumarten im Oberstand (ha) im Oberstand (%) im Unterstand (ha) im Unterstand (%)
Fichte 459,9 34,4 175,1 30,7
Kiefer 267,9 20,0 4,0 0,7
Lärche 142,1 10,6 1,0 0,2
Sonstige Nadelbaumarten 3,0 0,2 12,3 2,2
Interimsbaumarten 7,9 0,6    
Buche 119,0 8,9 163,8 28,8
Eiche 173,3 12,9 26,9 4,7
Sonstige Hartlaubbaumarten 26,2 1,9 16,1 2,8
Birke 89,9 6,7 89,9 15,8
Sonstige Weichlaubbaumarten 41,3 3,1 80,1 14,1
Blöße 5,7 0,4    
  • Anlage von Waldinnenrändern entlang von Waldwiesen und Polterplätzen
  • Waldaußenrandgestaltung und Pflanzung von Wildobst
  • Schaffung von mehreren Kleingewässern als Libellen-Laichgewässer
  • Renaturierung des Bachlaufs am Zulauf Krebsteich
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